Generationen Rechnen und Schreiben beigebracht

Blick in 130 Jahre Großenwiedener Schulgeschichte

DEWEZET

Großenwieden (boh). 130 Jahre besteht die Schule im Weserdorf und hat seit ihrer Einweihung Generationen von Schülerinnen und Schüler auf den sogenannten "Ernst des Lebens" vorbereitet. Grund genug, mit einem abwechselungsreichen Programm ausgiebig zu feiern. Die Gäste kamen gleich scharenweise, schließlich haben viele von ihnen früher selbst hier die Schulbank gedrückt und das Einmaleins, Schreiben und Lesen gelernt. Eng zusammenrücken mussten die Gäste bereits zum Auftakt in der Aula. Auf der Theaterbühne zeigten Mädchen und Jungen, wie sich die Unterrichtsmethoden auch an der Großenwiedener Schule im Laufe der Jahrzehnte grundlegend verändert haben. Früher gab es Klassen mit weit über 40 Kindern. Strenge Disziplin herrschte in den Unterrichtsräumen, und bereits kleinste Vergehen wurden mit harten Strafen geahndet. Heute gibt es kleine Klassen, die eine individuelle Förderung der einzelnen Schüler ausdrücklich zulassen. Der Klassenlehrer ist dabei im Gegensatz zu früher ein freundlicher Helfer und Partner im Unterricht. Gelernt wird nach Tages- und Wochenplänen. Gruppenarbeiten und Projektwochen lockern den Unterricht zusätzlich auf.
Eindrucksvoll haben die Kinder einzelne Aspekte des Lernens auf der Bühne gezeigt und ernteten für diese humorvolle Leistung donnernden Applaus. Großen Zuspruch fand bei den Gästen ebenfalls die Modenschau auf dem Schulhof, der kurzzeitig zum "Cat-Walk" umfunktioniert wurde. Mit Mut zur Farbe und ausgesuchten Accessoires zeigten die "Models" tragbare Mode für jeden passenden Rahmen vom lässigen Freizeitlook über das Outfit fürs erste zarte Rendezvous bis hin zur eleganten Abendgarderobe. Auch die sportliche Betätigung kam beim Fest nicht zu kurz. Auf einem kleinen Parcours lieferten sich Groß und Klein spannende Wettkämpfe beim Schubkarrenrennen und zeigten viel Geschick bei der Vorführung alter Spiele wie dem auch heute noch sehr beliebten "Reifentreiben" oder bei den Hüpfspielen. Handwerkliche Fähigkeiten konnten am Brett mit Hammer und Nagel ebenso geübt werden wie das Entenangeln mit verbundenen Augen. Umrahmt wurde das Festprogramm mit einer kleinen Ausstellung, für die viele ehemalige Schüler Fotos beigesteuert haben. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Diverse Kuchen und Torten, aber auch deftige Hotdogs und leckere Salate zu kleinen Preisen ließen das kulinarische Herz höher schlagen.



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