HESSISCH OLDENDORF
Grundschule Großenwieden rückt wieder in den Fokus

Großenwieden (doro/red). Der Erhalt der Grundschule liegt den Großenwiedener Eltern am Herzen. Gemeinsam mit den Ortsratsmitgliedern und den Lehrern der Grundschule haben sie sich im Vorfeld einer Informationsveranstaltung, zu der die Stadt Hessisch Oldendorf eingeladen hat, Gedanken gemacht. Am Montag, 16. Januar, um 19 Uhr werden die Vertreter der Stadtverwaltung die Ergebnisse des Arbeitskreises Schulentwicklung darlegen, erläutern und sich den Fragen der Eltern unter dem Motto „Zukunft der Grundschule Großenwieden – Grundschule am Rosenbusch“ im Gasthaus Beißner stellen. Die Ergebnisse der Erörterungen vor Ort wurden der Stadt bereits mitgeteilt, damit gezielt diskutiert werden kann.

Um den sinkenden Schülerzahlen entgegenzuwirken, regen die Eltern an, eine Änderung der Schuleinzugsgebiete im Stadtgebiet zu überdenken: Schüler aus Rohden und gegebenenfalls Segelhorst könnten in Großenwieden eingeschult werden. Derzeit wird eine rein informative Befragung der Rohdener und Segelhorster Eltern im Kindergarten Segelhorst durchgeführt, das Ergebnis steht noch aus. Hintergrund ist die Annahme, dass die Eltern eine kleine Schule mit familiärem Klima einer großen vorziehen.

Kleine Klassen seien zudem eine wichtige Voraussetzung bei der Einführung der inklusiven Schule (uneingeschränkter Zugang von Menschen mit Behinderungen zu allgemeinen Kindergärten und Schulen). Größe und Gebäudebeschaffenheit der Grundschule eigneten sich gut für die Inklusion. Momentan wird ein Kind in der ersten Klasse inklusiv beschult, womit man sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

Um die „mageren“ Jahre (2014 und 2015) zu überstehen, schlägt die Gruppe vor, erneut eine Kombiklasse zu bilden. Die bestehende Kombiklasse habe gezeigt, dass die Leistungen der Schüler sich nicht von denen der Schüler in den regulären Klassen unterscheiden und das soziale Lernen sowie die Fähigkeit zum eigenständigen Arbeiten sehr ausgeprägt seien. Mit Interesse verfolgen die Eltern außerdem die Ausführungen von Ministerpräsident David McAllister zum Thema „Elementarschule“, die eine Zusammenarbeit von Kindergarten und Schule mehr in den Fokus rückt: Für den Modellversuch eigne sich auch Großenwieden. Eine Anfrage bezüglich der Bedingungen wurde bereits gestellt. Nähere Informationen werden im Frühjahr erwartet, da der Planungsprozess „Elementarschule“ nach Angaben des niedersächsischen Kultusministeriums noch nicht abgeschlossen ist. Die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Kindergarten wurde auch bei der Schulinspektion hervorgehoben. Die Schulinspektoren stellten der Schule insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Die Leistungen der Schüler seien deutlich besser als die von Schülern großer Schulen.

Ins Feld führen die Eltern außerdem die Möglichkeit, die Grundschule als Außenstelle der Hessisch Oldendorfer Grundschule zu führen. Die Großenwiedener Grundschule profitiere sowohl in organisatorischer Hinsicht als auch bei der Unterrichtsvorbereitung und -vertretung von den Vorteilen der größeren Schule.

Eine Schließung der Grundschule habe zudem fatale Folgen für das Dorf: „Bereits jetzt fehlen dem Dorf junge, engagierte Leute und Familien. Dieses Problem würde durch die Schließung der Schule stark verschärft. „Viele von uns befragte Eltern haben ausgesagt, dass ein Hauptargument für ihre Ansiedlung in Großenwieden die Grundschule vor Ort war. Wenn diese geschlossen werden würde, würden sich mit Sicherheit viele junge Paare und Familien gegen eine Ansiedlung in unserem Dorf entscheiden“, sagt Juliane Dohme, Sprecherin der Gruppe und Ortsratsmitglied.

Eine Schließung der Grundschule habe fatale Folgen für das Dorf, sagen die Eltern und Mitglieder des Ortsrates.

Foto: Wal


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